Griechenland ist den meisten wohl nur als Paradies für den Badeurlaub bekannt. Tatsächlich hat das Land endlose Strände, wunderschöne Inseln und fast schon eine Garantie für bestes Wetter von Mai bis September. Es gibt aber noch mehr zu entdecken: Antike Stätten, aufregendes Nachtleben, spannende Museen und natürlich die Eisenbahn.

Wie wäre es mit einer Einzigartigen Mischung aus Strandurlaub, Städtetrip und dem Besuch des „Weltgrößten Technikmuseums“?

Unsere Tipps für Ihre Griechenlandreise finden Sie immer wieder in unserem Blog und den Reisetipps. Außerdem haben wir auf unserer Angebote-Seite immer wieder Schnäppchen für Ihre nächste Reise ausgewählt.

Anreise und Einreise

Der Bahnfan wird natürlich stilecht und umweltfreundlich mit der Bahn nach Griechenland reisen. Der Vollständigkeit halber, wollen wir aber auch ein paar Worte zur Anreise mit dem Flugzeug verlieren: Die wichtigsten Inseln sowie die beiden großen Städte auf dem Festland sind gut und preiswert mit dem Flugzeug zu erreichen. Diese Flughäfen werden auch von den allgegenwärtigen Billigfliegern angesteuert. So kann man auch schon mal für 50 Euro nach Griechenland reisen. Zu diesem Preis fährt selbstverständlich keine Bahn. Innerhalb der Sommersaison steigen diese Preise jedoch um ein Vielfaches. Es lohnt sich deshalb, schon Monate im Voraus zu buchen.

Wer mit der Bahn nach Griechenland fahren möchte, hat drei Optionen. Über die Balkan-Länder, dies ist die schnellste Variante, über Rumänien und Bulgarien und über Italien. Letztere Option ist wohl der schönste Weg ins Land des Meeres. Die Reise führt von Italien mit der Fähre nach Patras in Griechenland. Schon die Überfahrt ist ein kleiner Urlaub. Leider gibt es derzeit keine direkte Bahnverbindung von Patras nach Athen. Man muss eine mehrstündige Busfahrt für die Weiterreise in Kauf nehmen. Der Weg über den Balkan führt über Österreich nach Zagreb in Kroatien und dann ins serbische Belgrad. Von dort geht es über Skopje nach Thessaloniki. Bis Belgrad verehren Züge, die in etwa Eurocity-Standard haben. Danach wird es balkanisch. Gammelige Wagen ohne Klimatisierung und natürlich ohne gastronomisches Angebot. Ähnlich unbequem ist der Weg über Rumänien. Bis Bukarest kann man im modernen Eurocity reisen. Danach geht es mit schrottreifen bulgarischen Wagen weiter. Die ehemals verkehrenden Schnellzüge zwischen Budapest und Thessaloniki wurden schon vor Jahren eingestellt.

Einreise

Griechenland ist EU-Mitglied und Mitglied im Schengen-Raum. Für Reisende aus anderen EU-Ländern gibt es keine Besonderheiten oder Formalitäten. Zur Einreise wird ein gültiger Personalausweis benötigt. Für Bürger aus Nicht-EU-Ländern gelten andere Regelungen. Diese sind auf den Seiten des eigenen auswärtigen Amtes sowie den Internetseiten der griechischen Auslandsvertretungen nachzulesen.

Schmalspurbahnhof Athen. Der letzte schöne Bahnhof im Land ist schon rund 100 Jahre alt. Inzwischen ist er geschlossen.

Reisen im Land

Wir empfehlen, das Land mit der Bahn und dem Mietwagen zu erkunden. Zwischen den beiden großen Städten des Landes, Athen und Thessaloniki verkehrt ein moderner Intercity mehrmals täglich. An Bord gibt es auch einen gastronomischen Service. Alle übrigen Strecken werden mit eher historischem Wagenmaterial bedient. Aber genau dort liegt sicherlich der Reiz einer Bahnreise durch Griechenland. In unseren Reisetipps finden Sie einige Ideen für Reisen im Land. In der Vergangenheit konnte man mit einer Schmalspurbahn den Peleponnes, also die Halbinsel im Süden des Landes erkunden, die man bei der Anreise mit dem Schiff über Patras kennenlernt. Diese Bahn bot einige wirklich spektakuläre Ausblicke auf die traumhaft schöne Küste. Leider wurde das gesamte Streckennetz vor einigen Jahren stillgelegt.

Bahnfahrten sind recht preisgünstig. Lediglich für die Nutzung der Intercity-Züge werden happige Zuschläge berechnet, die regelmäßig genauso hoch sind, wie die eigentlichen Fahrpreise. Für Online-Buchungen im Voraus gibt es jedoch satte Rabatte.

Zum Erkunden der vielen schönen ländlichen Gegenden bietet sich die Buchung eines Mietwagens an. Den bekommt man außerhalb der Saison recht preisgünstig in jeder größeren Stadt. Auch dazu finden Sie auf unseren Angebots-Seiten immer wieder Empfehlungen.

Praktische Tipps

Griechenland ist trotz aller wirtschaftlichen Probleme ein ideales Urlaubsziel geblieben. Die Menschen sind überdurchschnittlich gastfreundlich und Fremden gegenüber aufgeschlossen. Die griechische Küche ist vielfältig und verdient, ausführlich getestet zu werden. Die Griechen sind nicht so verrückt auf Restaurants. Man isst lieber in Tavernen. Dort gibt es das, was der Wirt gut und wichtig findet. Enttäuscht wird man dort eher selten. Am Abend geht man halt in eines der zahllosen coolen Cafés und anschließend in eine der noch cooleren Bars. Wer einmal eine halbe Nacht an einer dieser Strandbars verbracht hat, will wahrscheinlich nicht mehr nach Hause. Einzelne Empfehlungen gibt’s in unserem Blog und den Tipps.

Technisch gibt es auch keine unangenehmen Besonderheiten. Strom kommt aus der Steckdose – und die sehen aus, wie in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern (Schuko/230V/50Hz). Internet steht in Hotels und öffentlichen Orten meist als WLAN-Verbindung zur Verfügung. Die Versorgung mit Internet über das Mobilfunknetz ist in Städten ausgezeichnet und im ländlichen Raum zumindest ausreichend gut. In den Städten gibt es eine gute LTE/4G-Versorgung.

Die Verständigung mit den Menschen im Land ist einfach, wenn man zumindest englisch spricht. In den Touristenorten sprechen auch einige Menschen deutsch.

Die schönste Strecke des Landes führte von Korinthos nach Athen entlang der Steilküste. Sie wurde vor Jahren Stillgelegt.

 

Übernachten

In Griechenland gibt es moderne Hotels für jeden Geldbeutel. In den großen Städten findet der Besucher auch die bekannten Hotelketten. Die großen Hotels kann man über die einschlägigen Buchungsportale buchen. Die kleinen Hotels und Pensionen meist nur über deren Internetseite, telefonisch oder direkt vor Ort. Oft gibt es auch Arrangements, die auf unseren Angebotsseiten vorgestellt werden.

Unser Tipp: Wenn es etwas preiswerter sein darf, sollten Sie eine Pension für die Übernachtung aussuchen. Die sind meist einfacher ausgestattet, verfügen aber über ordentliche Zimmer mit Bad. Hier ist die Übernachtung regelmäßig schon für 30 Euro zu bekommen.

Wichtig: In der Sommersaison werden Hotelzimmer in den Touristenorten an den Küsten auch direkt vermarktet. Dann aber zu Phantasiepreisen. In dieser Zeit lohnt sich, ein Zimmer im Landesinneren zu nehmen und dann mit dem Mietwagen zum Strand zu fahren. Für längere Aufenthalte am Meer kann man ein Pauschalarrangement über einen Reiseveranstalter buchen. Da gibt’s die Zimmer dann schon ab 50 Euro pro Nacht.

Medizinische Versorgung

In den Städten funktioniert die Versorgung gut. Es gibt einen Rettungsdienst, der bei Unfällen und schweren Erkrankungen zeitnah zur Verfügung steht. Staatliche Krankenhäuser sind nicht immer erste Wahl.Durch die Wirtschaftskrise hat sich die Situation dort noch einmal verschärft. Private Kliniken sorgen für eine erstklassige Versorgung, müssen aber vor Ort bezahlt werden. Es empfiehlt sich – wie eigentlich für jeden Urlaub – eine Reisekrankenversicherung, die im Notfall die Rechnungen der privat abrechnenden Ärzte und Kliniken übernimmt. Auch ein möglicherweise notwendiger Rücktransport ins Heimatland wird von diesen Versicherungen übernommen.

In ländlichen Gegenden ist eine Versorgung nach westlichen Vorbild nicht gewährleistet. Die Wege ins nächste Krankenhaus können sehr lang sein und auch der Anfahrtsweg des Rettungsdienstes kann schon einmal länger sein, als im Heimatland.

 

Geld und Zahlungsmittel

In Griechenland wird (noch) mit Euro bezahlt. Die früher üblichen Verluste beim Umtausch von Devisen sind aktuell kein Thema.

In den vergangenen Jahren haben sich alle bekannten Kartensysteme als Zahlungsmittel durchgesetzt. Das bedeutet, dass man fast überall mit gängigen Kreditkarten zahlen kann. Die z.B. in Deutschland überwiegend verwendete Girocard (ehem. EC-Karte) kann in Griechenland an allen Geldautomaten verwendet werden. In Geschäften ist die Akzeptanz eher gering.

In Zügen und Taxis kann ausschließlich Bar bezahlt werden. Zur Anmietung von Mietwagen ist unbedingt eine Kreditkarte erforderlich. In Hotels – außer in Luxusherbergen – kann man auch bar zahlen.

 

Einige Bilder

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